Tempel und Surfer

Pünktlich nach dem Frühstück um 9h30 holte mich mein Fahrer Made zu meiner Bali-Rundreise ab. Dazu hatten wir uns eigentlich nur 3 Ziele gesetzt. Den Vulkan, den ich eigentlich auch sehen wollte, mussten wir aus Zeitgründen leider auslassen…aber dazu werde ich wohl auch noch irgendwann kommen. Unser erstes Ziel war ein Tempel, der schon vor über 1100 Jahren hier auf der Insel gebaut wurde. Nicht schlecht, oder? Der Tempel (fragt mich hier bitte nicht nach Namen) wird auch heute noch aktiv von Hindu-Gläubigen genutzt, auch wenn er schon etwas „abgenutzt“ aussieht. Alles in allem aber eine sehr harmonische Bauweise, die sich eigentlich komplett durch die balinesische Architektur hindurch zieht. Hier wird wirklich noch sehr viel mit natürlichen Materialien gebaut: Bambus, Schilf, Gras und Lehm. Das sieht nicht nur schön aus, sondern ist auch bei nicht ganz unseltenen Erdbeben sehr flexibel und gleichzeitig preiswert. Außerdem ist es so herrlich fremdartig, so dass auch die Touristen viel daran finden 😉

Tempel Nummer 1.

Die Mehrheit der Balinesen sind Hindus und nur sehr wenige Moslems. Als überzeugter Hindu, fuhr mich Made dann natürlich auch noch zu einem weiteren Hindu-Tempel weit oben in den Bergen (2276m über NN). Das wäre an sich noch nicht so ganz doll besondern, wenn sie nicht ein paar Teile des Tempels in einen See hineingebaut hätten. So sieht man ein paar Gebäude, die ähnlich einer Wasserburg, vollständig von Wasser umgeben und nur per Boot (oder schwimmend) erreicht werden können. Sehr groß war der Tempel nicht, aber dafür hübsch anzuschauen.

Wassertempel #1.

Wassertempel #2.

Eigentlich war für mich auch eher die Fahrt über die Insel das Spannende an unserem Ausflug. Man sieht so viel, wie die Menschen hier leben und arbeiten. Die Mehrheit arbeitet noch auf dem Land und baut dort Reis und Kaffee an. Manchmal auch Erdbeeren und Mais, das aber nur für den Hausgebrauch. Der Rest der Nicht-Farmer schlägt sich irgendwie durch die Tourismusindustrie als Taxifahrer, Hotelangestellter oder Schwarzmarktverkäufer (siehe oben). Dabei sind die Menschen immer freundlich auch wenn nicht immer allzu ehrlich. Aber das kennt man ja schon aus anderen touristisch sehr entwickelten Regionen dieses Planeten. Daher war ich schon vorgewarnt und wurde nicht allzu sehr übers Ohr gehauen (glaube ich zumindest 😉 )

Reisterrassen. Gab es auch zum Mittag. Also den Reis.

Nach dem zweiten Tempelbesuch war es dann schon Mittagszeit und so ließen wir uns in einem Restaurant mit Blick über die Reisplantagen nieder und nahmen unser Mahl zu uns. Man glaubt gar nicht, wie lecker Reis mit Frühlingsrollen und Thunfisch schmecken kann, wenn man seit 5h nichts gegessen hat. Ja, das Mittagessen war etwas später als sonst angesetzt. Diese beiden Tempel befinden sich so in der Mitte der Insel, mein Hotel fast ganz im Süden (Breite von Bali: ca.  150km, Länge ca. 90km oder andersherum). Als dritte Station war der sogenannte „Blue Point“ auserkoren worden, der Ort an dem sich die weltbesten Surfer 1x im Jahr treffen um gegeneinander anzutreten. Also fuhren wir an die südlichste Spitze von Bali und waren auch pünktlich zur Ebbe vor Ort. Nichtsdestotrotz waren die Wellen immer noch ziemlich hoch und die Surfer ließen sich nicht abhalten, auf den Wellen zu reiten und sich wieder an Land spülen zu lassen. Das sah ich mir so eine halbe Stunde an und erinnert mich auch zurück an meine ersten Erfahrungen mit dem Brett ohne Halt und den hohen Wellen…jaja, damals in Australien war das. (Zum Auffrischen des Gedächtnisses klickst du hier)

Wer zahlt darf mitfahren.

RW steht nicht für Robbie Williams. Es ist das Codezeichen für Hundefleisch. „Dog meat“ zu sagen wäre zu aggressiv wurde mir gesagt. Naja…

Surfer am „Blue Point“. (Es war eigentlich Ebbe!)

Auch Mädels waren aktiv.

Ein paar Fotos später ging es auch schon wieder zurück in Richtung Hotel, denn der Abend war schon sehr nahe. Ich fuhr wieder nach Kuta, aß einen Happen und belohnte mich dann wieder mit 2h Massage 🙂 Das war aber auch nötig, nach dem vielen Sitzen im Auto und dem ständigen Aussteigen und Fotos machen und den anderen beim Sport zuschauen. Nachdem ich  wieder einigermaßen hergestellt war, regnete es schon wieder wie aus Eimern und mir blieb gar nichts weiter übrig als zurück ins Hotel zu fahren. Glücklicherweise war es auch schon Mitternacht und so passte das zeitlich auch ganz gut. Morgen soll nun mein letzter Tag hier auf der Insel sein. Mal schauen was wird. Ich denke nicht, dass noch viel mehr Spannendes passieren wird. Aber man weiß ja nie.

4 Gedanken zu „Tempel und Surfer

    1. Robert

      @vect: hat ca. 40EUR gekostet, dass er mich wirklich den ganzen Tag quer über die Insel gefahren hat. Thailand ist da wesentlich preiswerter und auch ein wenig freundlicher…also generell. Made war sehr nett.

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  1. Spike

    Ich kann mich noch an den Muskelkater erinnern, besonders in den Fußsohlen!!!
    Der Tempel im Wasser heißt „Puru Ulun Danu“ am Bratan See.

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    1. Robert

      @Spike: Alter Angeber 😉 Ich war einfach zu faul zum Suchen nach dem Tempelnamen im Internet…hehe…ja, der Muskelkater..war sehr cool!

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