Hong Kong, China.

Nachdem ich nun am Freitag Abend um 23h40 in Singapur glücklich nach dem Tokyo-Ausflug gelandet bin musste ich mich ein wenig beeilen, denn ich hatte am kommenden Morgen (ja, Samstag früh) um 6h40 schon meinen nächsten Flieger zu erwischen. Dieser sollte mich nach Hong Kong in China bringen und mir einen Kurzurlaub bescheren.


Nach 3,5h Schlaf wurde ich auch schon von meinen Mitreisenden geweckt und aufgefordert, mich bitte auf den Weg zum Flughafen zu machen. Das tat ich auch und so hat sich die Reisegruppe Sonnenschein (bestehend aus 3 Deutschen, 2 Franzosen und 1 Singapurianer) auf einen frühen Kaffee getroffen und im Flugzeug noch die nächsten 4h zum Ausschlafen genutzt. Ich hatte mich auf Hong Kong überhaupt nicht vorbereitet und so war ich ein wenig abhängig von meinen Mitreisenden. Ist auch mal ganz schön, muss man aber nicht immer machen…dazu aber später mehr.

httpvh://de.youtube.com/watch?v=HqnXJxsOz4c
In Hong Kong angekommen sind wir zunächst ins gebuchte Hostel gefahren und haben dabei schon einen kleinen Überblick über die Stadt erhalten. Wir hatten sogar ein Fenster mit Meerblick!!!

Meerblick

Ja, da hinten ist das Meer (der Hafen zu sehen).

Kurz frisch gemacht und schon ging es auf Entdeckungstour. Ich hatte schon kurz die Nase in den Wind gehalten, als wir aus der U-Bahn ausgestiegen sind und mir war klar, dass diese Stadt anders war als jede, die ich bisher gesehen hatte. Das wurde auch gleich bestätigt, als wir die ersten Schritte auf die sehr vollen Strassen setzten: es wimmelte nur so von Menschen, die alle so ungefähr einen halben Kopf kleiner waren als wir. Das war sehr angenehm, denn trotz der Fülle hatte man immer noch den Überblick 😉
Es war sehr laut, ein wenig staubig, heiß, nicht ganz so feucht wie in Singapur, aber auch nicht gerade trocken und es roch ein wenig mehr nach Großstadt als „zu Hause“. Überall waren Menschen und die Busse, Autos und doppelstöckigen Straßenbahnen waren in ihrer Lautstärke nur durch die gnadenlos die Passanten beschallenden Werbeplakate und Leuchtreklamen übertroffen. Ein heilloses Durcheinander bot sich dem Reisenden, wenn er sich denn auf einer Verkehrsinsel dazu hinreißen ließ, das Geschehen zu beobachten. Wir hingegen nahmen das nur kurz zur Kenntnis und begaben uns auf einen engen Buergersteig um die Stadt zu erkunden. Wir befanden uns auf der südlichen Insel von Hong Kong: Hong Kong Island (click).

Hong Kong – Strassenansicht

Wir sind dann ein wenig durch die Strassen in Richtung Westen zum Financial District hin gewandelt. Zwischendurch gab es immer wieder Interessantes zu beschauen: Baugerüste aus Bambus bis in den 20. Stock, glitzerndes Fassaden neben abbruchreifen Häusern (beide Haustypen wurden bewohnt!) und Menschen, die sich auf unterschiedlichste Weise den Lebensunterhalt verdienen: Zeitungen verkaufen, Essen zubereiten und zum Verkauf anbieten oder per Sandalen-auf-den-Boden-schlagen-die Zukunft-vorhersagen. Naja, jeder halt wie er kann und möchte.

Weiter ging es in Richtung Bankenviertel. Vorher haben wir aber noch einen Abstecher zum neuen „Convention Center“ (dem Messezentrum) getätigt um auch dem Hafen einen kurzen Besuch abzustatten. Es ist schon ein imposanter Blick auf die Skyline, die wirklich zu großen Teilen nur aus Werbetafeln besteht, die dann nachts ordentlich leuchten und wärmen 😉 Auch die Gebäude sind sehr schön anzusehen, weil es sich dabei nicht nur um langweilige kantige Wolkenkratzer handelt, sondern man merkt, dass sich Architekten ein wenig Zeit genommen haben, um eine echte Stadtsilhouette zu schaffen.

Robert in Hong Kong

Das Wasser des Hafens war erstaunlicher Weise sehr klar und man hätte nicht gedacht, dass man sich in einer Großstadt befindet, die so was wie Mülleimer nicht kennt. Hier nimmt man den Müll wieder mit nach Hause…oder eben nicht.

Abendstimmung in HK

Nach einer kurzen Besichtigung des Bank of China Towers und des HSBC-Gebäudes haben wir die kleine grüne Fähre genommen und sind nach Norden auf die Insel Kowloon gefahren um uns die Lichtshow der Skyline anzusehen. Auf der Fußgängerpromenade findet jeden Abend um 20Uhr eine Lasershow im Takt zur gespielten Musik statt. Dabei werden alle Hochhäuser mit einbezogen und Lichtblitze zucken über den Hafen. Sehr schön das ganze…irgendwie aber auch unwirklich. Wir und die anderen Touristen waren jedoch begeistert und haben weite Teile der Show, wie gewöhnlich, nur auf den Displays der Kameras gesehen. Na ganz so war es nicht, aber hier könnt ihr mal ungefähr sehen, was wir gesehen und gehört haben:

httpvh://de.youtube.com/watch?v=13L3h-jq_mg
Danach haben wir von einer Eisbar gehört, die wir natürlich auch ausprobieren mussten. Dabei handelte es sich allerdings mehr um einen Kühlraum des Restaurants „Balalaika“ und so sind wir nach 5 Minuten und ein paar sehr unscharfen Bildern wieder in die Wärme des Abends zurück gekehrt. Die Strassen von Kowloon waren sehr geschäftig und wir haben uns einfach treiben lassen…bis wir in einem brasilianischen Restaurant unser Abendmahl zu uns genommen haben. Ich hätte das Stadtviertel glatt als Chinatown bezeichnet, wenn es nicht so offensichtlich gewesen wäre…haha 😉

4 Gedanken zu „Hong Kong, China.

  1. vect

    mittendrin statt nur dabei …

    digitalisierung ist bei robert auch angekommen und zeigt auch seine bewegtbildkompetenz 🙂

    großartig!

    Antworten

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